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 SITUATIONSANALYSE (IST)
Image 1: Bekanntheit
Image 2: Besucherzahlen
Image 3: Charakteristika
Image 4: Tourismus im Vogtland
Image 5: Reise-Markt Deutschland 2005
Image 6: Gesellschaftliche Trends
Image 7: Geopolitische Lage
Image 8: Kulturelle Identität
Image 9: Marketing
Image 10: Corporate Identity und Werbeformen
 PUBLIC RELATIONS
PR-Konzeption für das Vogtland
Aufgabenstellung
Vorwort
Situationsanalyse (IST)
SWOT-Analyse

IMAGE 4: TOURISMUS IM VOGTLAND
 

Das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit (SMWA) veröffentlichte im Juni 2004 die „Fortschreibung der Grundzüge sächsischer Tourismuspolitik“, die dem sächsischen Staatsministerium als grund-sätzlicher Handlungsleitfaden dient. Erstellt September 2003 bis März 2004, beinhaltet er unter anderem eine Analyse der Tourismus-Entwicklung im Freistaat Sachsen aus Innen- und Außensicht (in der Folge SMWA-Konzept genannt). Das SMWA-Konzept enthält auch Informationen über das Vogtland, die die Ergebnisse der PROJECT M-Analyse ergänzen.

Reppel+Partner analysierte im Auftrag des SMWA für dieses Konzept, wie sich von 1998 bis 2003 in den Regionen von Sachsen die Gäste-Situation entwickelt hat. Das Vogtland zeigte hier eine deutliche Negativ-Entwicklung.




Ankünfte

Die Ankünfte stiegen von 1998 mit 317.562 auf 322.412 im Jahr 2000 an. Von da an sanken sie bis 2003 auf 295.979. Damit erzielte das Vogtland in diesen sechs Jahren ein Negativ-Wachstum von -6,8%. (SMWA, A3 B1)

Zum Vergleich: Alle anderen Regionen in Sachsen wuchsen um 1,0 % (Sächs. Elbland) bis hin zu 51,1% (Leipzig). Nur eine Region hatte auch ein Negativ-Wachstum: das Sächsisches Burgen- und Heideland mit -8,1%.


Übernachtungen

Dementsprechend schrieb die Entwicklung der Übernachtungen in der Region eine ähnliche Bilanz: Von 1998 bis 2000 ein Anstieg auf 1.604.966 Übernachtungen. Von da an ein Abfall auf 1.415.198 (2003). Dies ergibt ein Negativ-Wachstum von -1,6 %. (SMWA, A3 B1)

Die Verweildauer der Gäste im Vogtland war laut SMWA mit 4,8 Tagen in Sachsen stark überdurchschnittlich (Sachsen Schnitt 2,8 Tage). Auch mit der Tourismus-Intensität (Anzahl der Übernachtungen je 100 Einwohner) lag das Vogtland mit 506 an zweitbester Stelle. (SMWA, S.5)


Saisonverlauf 2002

Die wenigsten Übernachtungen verbuchte das Vogtland 2002 im Dezember und Januar. Zu den Sommermonaten stiegen die Übernachtungen kontinuierlich an, bis sie im Juli ihren Zenit erreichen. Zum Winter hin fallen sie wieder Monat für Monat ab. (SMWA, A3 B2)


Ausländische Gäste

Der Anteil der ausländischen Gäste an den Ankünften und Übernachtungen zeigt verhältnismäßig die gleiche Entwicklung wie die Gesamtzahlen. Den Zenit erreichen die ausländischen Gäste jeweils ein Jahr später. (SMWA, A4 B4)


Wellness-Bereich

Bei der Auslastung von staatlich anerkannten Heilbädern und Kurorten, liegt Sachsen im bundesdeutschen Vergleich weit hinten. In Sachsen liegt das Vogtland mit den beiden Mineral-Heilbädern Bad Brambach und Bad Elster hinter der Sächsischen Schweiz an zweiter Stelle. (SMWA, S.6)

Die Ankünfte und Übernachtungen in den beiden Heilbädern entsprechen der allgemeinen Gäste-Entwicklung im Vogtland: nach einem Anstieg von 1998 bis 2000 waren sie in den folgenden drei Jahren 2002 bis 2003 niedriger. (SMWA, A6 B3)


Touristisches Leitthema

Auf Basis der Analysen empfiehlt das SMWA für jede Region Leitthemen, bestehend aus Hauptthema und Nebenthemen. Für das Vogtland belegt das SMWA das Leitthema „Aktiv & Gesundheit“ und die Nebenthemen Musik“ sowie „Landschaft/Landurlaub“. (SMWA, S.63)

Diese Themen sollen für zukünftige Angebote und Produktlinien wegweisend sein. Das Vogtland soll sich – wie die anderen sächsischen Regionen – ein markantes Profil schaffen, mit dem es die 2000 eingeführte sächsische Dachmarke („Das haben Sie noch nie gesehen“) stützt.