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 SWOT-ANALYSE
Stärken
Schwächen
Risiken
Chancen
 PUBLIC RELATIONS
PR-Konzeption für das Vogtland
Aufgabenstellung
Vorwort
Situationsanalyse (IST)
SWOT-Analyse

RISIKEN
 

1. Touristische Angebot östlicher Nachbarn
Mit der EU-Erweiterung öffneten sich die Grenzen zu Urlaubsländern, die bislang den deutschen Urlaubern verschlossen waren. Die östlichen Nachbarn locken mit reizvollen unberührten Landschaften und günstigen Preisen, mit denen inländische Reiseziele nicht unbedingt mithalten können.

Es besteht das Risiko, dass diese preiswerten Regionen Urlauber „abwerben“, die ihre Erholungsreise bisher in Deutschland unternommen haben. Natürlich kann man jetzt einwenden, dass sich das Preisniveau zwischen den „alten“ und „neuen“ Europäischen Ländern ausgleicht. Aber: Kann man den Gast zurückholen, den man erst einmal an ein anderes attraktives Reiseziel verloren hat? Und: Auch die Tourismus-Branche in den östlichen Nachbarn entwickelt sich und dürfte in den kommenden Jahren mit neuen Angeboten nachlegen.

Damit verbindet sich für das Vogtland noch ein zweites Risiko: Durch seine geografische Lage als Grenzland könnte die Region zu einem Transitland werden. Die Urlauber würden aus den Bundesländern auf der Autoreise zu den östlichen Nachbarn nur noch das Vogtland passieren – ohne sich dort länger aufzuhalten. Ein Autostopp würde dann nicht mehr der Wanderung oder einer Besichtigung dienen, sondern bestenfalls noch der Erfrischung an einer Autobahn-Raststätte.


 

2. Wirtschaftliche Situation in Deutschland
Bleibt die wirtschaftliche Situation unverändert oder verschlechtert sie sich noch weiter, wird der Wettbewerbsdruck zwischen den Urlaubs-Regionen steigen. Ein harter Preiskampf wäre die Folge, der nur von den Regionen überlebt wird, die einen langen Atem haben. Für das Vogtland würde das bei der derzeitigen Besucher-Bilanz ein großes Risiko darstellen.

Bei einer solchen wirtschaftlichen Entwicklung wäre auch die Gefahr groß, dass die Menschen anfangen, an ihrem Urlaubsbudget zu sparen. Als erstes würden dann die Zweit- und Dritt-Reisen entfallen. Da das Vogtland ein klassisches Ziel für die Kurzreise ist, könnte die Gästezahl der Region unter dieser Entwicklung stark leiden.


 

3. Steigendes Anspruchsdenken
Je knapper das Geld im Geldbeutel wird, desto stärker achten die Menschen darauf, wofür sie es ausgeben. Und die Erwartungen an die Leistungen, die Kunden für ihr Geld erwarten, steigen dann immer weiter.

Doch auch ohne diese Gefahr: in puncto Komfort, Infrastruktur, kulturelles Angebot und Service dreht sich die Anforderungsspirale immer weiter. Ein unzufriedener Kunde aber wird der Region vermutlich für Jahre den Rücken kehren — und trägt seine Erfahrung im Bekanntenkreis weiter. Mit den steigenden Qualitätsansprüchen steigt auch die Schwierigkeit, Neukunden und Stammgäste zu gewinnen.


 

4. Schnelllebigkeit auf dem Reisemarkt
Die Schnelllebigkeit in unserer Gesellschaft erfordert ein sehr schnelles Reagieren — auch in der Reisebranche. In immer kürzeren Abständen entstehen Trends, auf die das Angebot abgestimmt werden muss, will man wettbewerbsfähig bleiben. Auch der Bereich Aktiv- & Gesundheits-Urlaub bleibt davon nicht unberührt. Und viele Gäste lassen sich allzu gern von solche einem Trend-Strudel mitreißen.

So hat etwa in jüngster Zeit die Nordic Walking-Welle von vielen Regionen und Hotels eine Aufnahme dieses Angebots in ihr Programm gefordert. Die Gäste erwarten, dass sie ein zeitgemäßes Angebot vorfinden. Ausrüstung zum Verleih werden benötigt, geschultes Personal für Kurse wird gebraucht, die entsprechenden Wege müssen eingerichtet werden.

Nur, so schnell ein Trend auftaucht, verschwindet er möglicherweise wieder und wird von einem neuen ersetzt. Die Regionen sind hier mit immer wieder neuen Investitionen gefordert und überfordert.