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AFRIKANISCHE IMPRESSIONEN
 

Das Deutsche Jagd- und Fischerei-Museum in München stellt noch bis 31. Oktober 2003 Bilder von Renato Casaro aus.


 
 

Renato Casaro – Kultfigur der Filmplakat-Malerei – prägte über 30 Jahre dieses Genre. Seit den 60er Jahren sind seine Plakate aus der Kinowelt nicht mehr wegzudenken: berühmte Beispiele sind „Die Bibel“, „Es war einmal in Amerika“, „Eine Handvoll Dollars“. Seit den 80er Jahren folgen viele Ausstellungen und Auszeichnungen, dazu zählen 1988 Bestes Filmplakat für „Der letzte Kaiser“ und 1991 für „Der mit dem Wolf tanzt“.

Die Ausstellung im Deutschen Jagd- und Fischereimuseum widmet sich jedoch seinem zweiten Standbein: der Malerei. Gleichzeitig mit seinen großen Erfolgen wünschte sich Casaro einen Ausgleich zu seiner Arbeit in der Kino-Welt – weit weg von Hollywood.

Die Hemingway-Verfilmung „Schnee am Kilimandscharo“ schließlich ließ ihn zum ersten Mal nach Afrika reisen. Und von da an ließ ihn der schwarze Kontinent nie wieder los. Seit 1985 unternimmt er auch regelmäßige Reisen nach Afrika zur Tierbeobachtung. Die Schönheit des Landes und seiner Tierwelt hält er in unzähligen Skizzen, Fotos und Notizen fest. Im heimischen Atelier setzt er die Studien in Gemälde um – der Gemälde-Zyklus „African Impressions“ entstand, der der Ausstellung in München auch ihren Namen gab.

35 Afrika-Bilder von Casaro sind dort im Jagd- und Fischerei-Museum ausgestellt. Casaros Malstil ist inspiriert von der „Amerikanischen Schule“, die er über viele Jahre mitprägte. Seine realistischen Gemälde versetzen den Betrachter in die Wildnis Afrikas. Ausdruckskraft und Authentizität der Bilder suchen ihresgleichen.

Casaro beschreibt seinen Stil selbst so: „Mein Malstil ist äußerst arbeitsintenisv. Wie viele Streifen hat ein Zebra? Wie viele Haare hat ein Leopardenfell? Wie viele Falten hat eine Elefantenhaut? Es sind viele! Ich male sie so detailliert, wie ich sie studiert habe. Ich glaube nicht, dass ich Afrika abstrakt malen könnte. Körpersprache kann ich – sei es bei Tier oder Mensch – nur realistisch wiedergeben.“

Bekannt wurden seine Afrika-Gemälde eher nebenbei: Als 1994 Disney-Productions zur Premiere des Films König der Löwen eine Versteigerung zu Gunsten UNICEF veranstaltete, stellte Casaro dafür sein erstes Löwenbild zur Verfügung – der Beginn einer zweiten Karriere.

Hollywood und Afrika – für Casaro sind das keine Gegensätze: „Alles ist hier wie dort spektakulär und aufregend, mit dem Unterschied, dass Hollywood Illusion ist und Afrika die Wahrheit. Für einen Maler ist es das Maximum, diese Unterschiede ineinander zu verschmelzen.“ -hl-


· Special: Namibia
Ein Special der Ausstellung ist dem Land Namibia gewidmet. Das National Museum Namibia hat dafür völkerkundliche Exponate, Tierpräparate, Masken und traditionelle Jagdgeräte zur Verfügung gestellt.

Namibian Tourism schenkt dem 10.000sten Besucher eine Reise mit Begleitperson.


· Dia-Vortrag: Safari in Afrika am 16. Oktober 2003, 19 Uhr im Museum

· Anschrift: Jagd- und Fischereimuseum
Neuhauser Straße 2, 80331 München, Telefon 089 - 2904037

· Die Ausstellung läuft bis 31. Oktober 2003
Öffnungszeiten: 9.30 – 17.00 Uhr, Donnerstag Abendöffnung bis 21 Uhr

Weitere Informationen zum Museum auf: www.jagd-fischerei-museum.de


Veröffentlicht im August 2003
auf
www.jagenweltweit.de